PokerStars ist der erste große Anbieter, der auf die neue 40% Remote Gaming Duty im Vereinigten Königreich reagiert hat und erhebliche Reduzierungen seines Belohnungssystems für britische Spieler eingeführt hat.
Die Änderungen wurden am 1. April 2026 eingeführt – zeitgleich mit der Umsetzung des neuen Steuersatzes – und werden am 16. April mit weiteren Anpassungen fortgesetzt.
Hochwertige Treueebenen entfernt
Das erste Update konzentrierte sich darauf, die lukrativsten Treueebenen der Plattform, Select und Select+, zu eliminieren. Diese Ebenen waren hauptsächlich für Hochvolumenspieler gedacht und ermöglichten zuvor Belohnungen von bis zu 60% rakeback.
Ihre Entfernung senkte sofort die maximal erreichbaren Rückflüsse im britischen Markt und signalisierte einen klaren Wandel in der Belohnungsstruktur von PokerStars.
Niedrigere Belohnungsobergrenzen auf allen Ebenen
Ab dem 16. April wird der Anbieter zusätzliche Änderungen einführen, die sowohl die Belohnungsprozentsätze als auch die Fortschrittsanforderungen betreffen.
Im oberen Bereich sinkt der maximale Belohnungsprozentsatz drastisch:
- Black Chest Belohnungen sinken von 40% auf 25%
- Diamond Ebene fällt von 30% auf 24%
- Gold Ebene sinkt von 25% auf 22,7%
Niedrigere Ebenen bleiben prozentual unverändert, aber das gesamte System wird aufgrund strengerer Anforderungen weniger vorteilhaft.
Höhere Anforderungen für die gleichen Belohnungen
Während der Wert der einzelnen Belohnungstruhen gleich bleibt, müssen die Spieler jetzt mehr rake generieren oder mehr Punkte verdienen, um sie freizuschalten.
Zum Beispiel:
- Gold Ebene erhöht sich von 50.000 auf 55.000 Punkte
- Diamond steigt von 120.000 auf 150.000 Punkte
- Black springt erheblich von 250.000 auf 400.000 Punkte
Dies reduziert effektiv die reale Rückkehr für Spieler, insbesondere für diejenigen, die höhere Volumen spielen.
Reduzierte Belohnungspunkte für viele Formate
PokerStars ändert auch, wie Belohnungspunkte in verschiedenen Spielformaten verdient werden.
Einige Formate bleiben unverändert:
- Spin & Go
- Spin & Go Max
- All-in Poker
- Zoom Cash Games
→ weiterhin 100 Punkte pro $1 rake verdienen
Andere Formate erfahren jedoch klare Reduzierungen:
- Reguläre Cash Games (nicht-Zoom): reduziert auf 75 Punkte pro $1
- MTTs, Sit & Gos und Kick-Off Turniere: reduziert auf 50 Punkte pro $1
Früher vergaben alle Formate 100 Punkte pro $1, was dies zu einem bemerkenswerten Downgrade macht – besonders für Turnierspieler.
Direkter Link zur neuen Steuerumgebung
PokerStars bestätigte, dass diese Anpassungen direkt mit regulatorischen Änderungen im Vereinigten Königreich verbunden sind. Das Unternehmen erklärte, dass die Updates den Anstieg der Glücksspielsteuer von 21% auf 40% widerspiegeln und notwendig sind, um ein nachhaltiges Belohnungsmodell aufrechtzuerhalten.
Praktisch gesehen wird ein Teil der gestiegenen Betriebskosten nun von den Spielern durch reduzierte Anreize getragen.
Keine Änderungen außerhalb des Vereinigten Königreichs
In dieser Phase gelten die Updates ausschließlich für britische Spieler. Belohnungssysteme in anderen Märkten bleiben unverändert.
Darüber hinaus haben konkurrierende Anbieter wie GGPoker, Unibet und Netzwerke wie iPoker Network noch keine ähnlichen Anpassungen angekündigt.
Ein breiteres Branchenmuster
Der Schritt von PokerStars steht im Einklang mit Trends, die in anderen regulierten Märkten zu beobachten sind, wo höhere Steuern zu einem geringeren Spielerwert führen.
Beispiele sind:
- Deutschland, wo die Besteuerung pro Pot zu niedrigeren Belohnungen und höheren Rakes geführt hat
- Märkte wie Frankreich, Portugal, Dänemark und Bulgarien, wo die Spielerträge im Vergleich zu Regionen mit niedrigeren Steuern allgemein weniger wettbewerbsfähig sind
Was kommt als Nächstes?
Während PokerStars derzeit der einzige Anbieter ist, der konkrete Änderungen implementiert hat, könnte die Entscheidung einen Präzedenzfall schaffen. Branchenbeobachter haben schon lange erwartet, dass eine erhöhte Besteuerung im Vereinigten Königreich letztendlich zu Anpassungen bei Belohnungen, Rake-Strukturen oder Aktionen führen würde.
Mit der ersten bestätigten Reaktion könnten ähnliche Schritte von anderen Anbietern in den kommenden Monaten folgen.















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