Eine neue Steuerregelung, die im US-Senat voranschreitet, sorgt für Alarm in der Pokerwelt. Die Maßnahme würde begrenzen, wie viel Spieler Verluste abziehen können, was Szenarien schafft, in denen Spieler Steuern auf Einkommen zahlen, das sie nie wirklich verdient haben.
Die vorgeschlagene Änderung
Nach dem aktuellen Bundesrecht können Spieler Verluste bis zur Höhe ihrer Gewinne abziehen. Das stellt sicher, dass sie nur auf tatsächlichen Gewinn besteuert werden. Für Pokerspieler—deren Ergebnisse stark schwanken können—ist dieses Prinzip entscheidend.
Die Senatsänderung würde abzugsfähige Verluste auf 90 % der Gewinne begrenzen. Das bedeutet, wenn ein Spieler $100.000 an Gewinnen und $100.000 an Verlusten meldet, könnte er nur $90.000 abziehen. Die verbleibenden $10.000 wären steuerpflichtig, obwohl der Spieler insgesamt ausgeglichen ist.
Warum es für Poker wichtig ist
Im Gegensatz zu reinen Glücksspielen ist Poker ein Geschicklichkeitsspiel mit hoher Varianz. Profis verlassen sich auf große Stichproben, um Gewinne zu realisieren, und sehen sich oft langen Phasen des Break-even oder Verluste gegenüber, bevor sie einen großen Gewinn erzielen.
Die Besteuerung der Bruttogewinne bei gleichzeitiger Begrenzung der Möglichkeit, Verluste vollständig auszugleichen, stört dieses Modell. Viele befürchten, dass es professionelles Poker in den USA unhaltbar machen würde, die Teilnehmerzahlen bei großen Turnieren reduzieren und Spieler zu unregulierten Offshore-Seiten oder sogar ins Ausland treiben könnte.
Reaktionen der Branche und Ausblick
Die Poker-Community hat stark reagiert. Prominente Spieler und Branchenvertreter fordern die Gesetzgeber auf, die Maßnahme zu überdenken, und warnen vor den Schäden für eine legale, regulierte Branche.
Die Abgeordnete Dina Titus aus Nevada hat sich gegen die Maßnahme ausgesprochen und versprochen, eine gesetzgeberische Lösung zu unterstützen, die Glücksspiel-Einkommen fair behandelt. Währenddessen diskutieren Steuerexperten, ob die Obergrenze nur für Freizeitspieler gilt, die Abzüge auflisten, oder auch für Vollzeitprofis.
Die Änderung wurde knapp im Senat angenommen und muss nun mit der Version des Gesetzentwurfs im Repräsentantenhaus, die die Obergrenze nicht enthält, in Einklang gebracht werden. Ihr endgültiges Schicksal wird von den Verhandlungen im Kongress abhängen. Wenn sie verabschiedet wird, würde die neue Regelung 2026 in Kraft treten.
Fazit
Für Pokerprofis ist die Möglichkeit, Verluste gegen Gewinne abzuziehen, kein Schlupfloch—es ist eine grundlegende Anerkennung des Nettoeinkommens. Die vorgeschlagene Obergrenze bedroht diese Fairness und wirft breitere Fragen darüber auf, wie Glücksspiel in den USA besteuert werden sollte.














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