Der amerikanische Poker-Profi Jordan Cristos, bekannt dafür, einen World Poker Tour Titel gewonnen zu haben und über 3,6 Millionen Dollar an Preisgeldern aus Live-Turnieren verdient zu haben, wurde nach einer Reihe von Drohungen und Belästigungen gegen WPT CEO Adam Pliska und Richterin Regina McConnell zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Cristos befindet sich seit fünf Monaten im Clark County Detention Center, nachdem er im Juni wegen Belästigung, Drohungen und häuslicher Gewalt angeklagt wurde. Er hatte bereits zu Beginn des Jahres eine einmonatige Strafe im Zusammenhang mit dem Fall häuslicher Gewalt abgesessen.
Das jüngste Urteil wurde von Richterin Monica Trujillo verhängt, die eine 14–48-monatige Haftstrafe anordnete. Trujillo beschrieb Cristos’ Verhalten als Teil eines besorgniserregenden Verhaltensmusters und verwies auf seine wiederholte Missachtung von Gerichtsbeschlüssen und seine Unfähigkeit, seinen Temperament zu kontrollieren:
„Sein wiederkehrendes Verhalten ist äußerst besorgniserregend. Es scheint, dass er immer dann, wenn die Dinge nicht nach seinem Willen laufen, andere erneut belästigt“, sagte Richterin Trujillo laut dem Las Vegas Review-Journal.
Cristos gab ein Alford-Geständnis ab, was bedeutet, dass er seine Schuld nicht eingestand, aber anerkennt, dass die Staatsanwaltschaft genügend Beweise hatte, um ihn zu verurteilen.
Laut der Staatsanwaltschaft stammen Cristos’ Drohungen gegen Pliska aus Wutausbrüchen und dem Glauben, dass der WPT-Manager für den Rückgang seiner Karriere und sein negatives öffentliches Image verantwortlich sei. Das Gericht befand diese Behauptungen als unbegründet und klassifizierte sein Verhalten als wiederholte und gefährliche Belästigung.
Jetzt 38, wurde Cristos einst als vielversprechendes Talent angesehen. Er gewann 2013 den Titel WPT Legends of Poker und später ein U.S. Poker Open Event im Jahr 2019. In den letzten Jahren haben jedoch sein erratisches Verhalten und seine Online-Attacken einen Großteil der Poker-Community entfremdet.
Im Rahmen des Plea Deals ließ die Staatsanwaltschaft eine separate Belästigungsklage gegen Leon Wheeler, einem Manager bei Resorts World, fallen, nachdem Cristos mit dem Staat übereingekommen war.















0 Kommentare