Doyle Brunson war nicht nur eine Poker-Ikone – er war die Legende. Mit zehn WSOP-Armbändern, zwei Main Event-Titeln und einer Karriere, die von Cash Games im Wilden Westen bis hin zu im Fernsehen übertragenen Turnieren reichte, half er, Poker so zu formen, wie wir es kennen. Als er im Mai 2023 im Alter von 89 Jahren verstarb, verlor das Spiel eine seiner beständigsten Figuren – aber sein Erbe lebt weiter.
Während Doyle oft das Thema von Poker-Geschichten war, wissen nur wenige, wie er zu seinem berühmten Spitznamen, Texas Dolly, kam. In diesem Artikel werden wir die kuriosen Ursprünge dieses Namens aufdecken.
Texas Doyle… oder Texas Dolly?
Der Spitzname entstand aus einem einfachen Missverständnis. Jimmy "The Greek" Snyder, der später für The NFL Today auf CBS bekannt wurde, begann seine Karriere ursprünglich mit dem Schreiben über Glücksspiel. Er trug regelmäßig zur Las Vegas Sun bei und berichtete unter anderem über Pokerturniere – und so lernte er Doyle Brunson kennen und wurde schließlich ein enger Freund von ihm.
Da Glücksspiel in Brunsons Heimatstaat Texas nicht gerade willkommen war, bat er Snyder, seinen echten Namen in Artikeln nicht zu verwenden. Snyder stimmte zu und nannte ihn stattdessen Texas Doyle.
Zu einem bestimmten Zeitpunkt arbeitete ein Journalist der Associated Press an einem pokerbezogenen Artikel und kontaktierte Snyder für Hintergrundinformationen. Während des Gesprächs nannte Snyder seinen Freund liebevoll Texas Doylee. Der AP-Journalist hörte es falsch – und als der Artikel veröffentlicht wurde, nannte er Brunson Texas Dolly.
Der Name blieb hängen – fürs Leben.
Diese Geschichte ist ein großartiges Beispiel dafür, wie anders das goldene Zeitalter des Pokers war. Es gab kein Online-Poker, nicht einmal das Internet – Reputationen wurden durch Geschichten, Mundpropaganda und zufällige Begegnungen aufgebaut. Und manchmal konnte sogar ein falsch verstandener Spitzname für immer in die Poker-Geschichte eingraviert werden.














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