Fast zwei Jahrzehnte nachdem Italien Europas ersten segregierten Online-Poker-Markt eingeführt hat, ist die Debatte über gemeinsame Spielerliquidität zurückgekehrt. GGPoker setzt sich weiterhin dafür ein, den regulierten Markt Italiens für internationale Spielerpools zu öffnen und argumentiert, dass eine gemeinsame Liquidität sowohl den Spielern als auch der Branche zugutekommen würde, während der politische Widerstand stark bleibt.
Italien war Pionier des segregierten Marktmodells
Italien wurde das erste große europäische Land, das Online-Poker mit einem geschlossenen Spielerpool regulierte.
Tournament-Poker wurde im 2008 legalisiert, gefolgt von Cash Games im Jahr 2011, wobei lizenzierten Betreibern erlaubt wurde, Spiele ausschließlich für italienische Einwohner anzubieten. Das Ziel war es, die Glücksspiel-Einnahmen im Land zu halten.
Frankreich und Spanien übernahmen später ähnliche Modelle, bevor sie im 2017 eine Vereinbarung unterzeichneten, um Spielerliquidität zu teilen. Ihr gemeinsames Netzwerk wurde im 2018 gestartet, wobei Portugal später beitrat.
Ironischerweise, obwohl die Vereinbarung in Rom unterzeichnet wurde und Italien eines der Unterzeichnerländer war, hat das Land den Rahmen für die gemeinsame Liquidität nie umgesetzt.
Infolgedessen bleibt Italien im Jahr 2026 Europas größter segregierter Online-Poker-Markt.
GGPoker unterstützt weiterhin globale Liquidität
Die Diskussion kam wieder auf, nachdem Marco Trucco, ehemaliger Geschäftsführer von GGPoker Europa, auf LinkedIn erklärte, dass die Schaffung von globaler Liquidität für Italien eines der langfristigen Ziele des Unternehmens bleibt.
Laut Trucco:
"Das ist genau das, was GGPoker nach Italien bringen wird: globale Liquidität."
Er argumentierte auch, dass einige Akteure der Branche weiterhin gegen Reformen lobbyieren, weil sie fürchten, einen ihrer letzten geschützten Märkte zu verlieren.
Das ist keine neue Position für GGPoker. Das Unternehmen hat jahrelang mit lokalen Beratern, Branchenverbänden und Medienpartnern zusammengearbeitet, um den italienischen Entscheidungsträgern die Vorteile der gemeinsamen Liquidität zu erklären.
Laut GGPoker würde ein internationaler Spielerpool:
- größere Turnierpreisgelder schaffen;
- den Cash-Game-Verkehr erhöhen;
- die gesamte Spielerfahrung verbessern;
- höhere langfristige Steuereinnahmen generieren.
Politischer Widerstand bleibt stark
Trotz dieser Argumente bleibt der Widerstand in Italien erheblich.
Im 2025 stellte der italienische Abgeordnete Mauro Del Barba nach der Teilnahme von GGPoker an einer Anhörung vor dem Senatsausschuss für Finanzen formell Fragen an die Regierung.
Del Barba argumentierte, dass ein Unternehmen ohne italienische Lizenz nicht die Zukunft der Glücksspielregulierung in Italien beeinflussen sollte. Er behauptete auch, dass GGPoker italienische Kunden bediene.
Das Unternehmen wies beide Behauptungen zurück und erklärte, dass es:
- nicht im regulierten italienischen Markt tätig ist;
- keine Registrierungen von italienischen Einwohnern akzeptiert;
- vollständig den italienischen Gesetzen entspricht.
GGPoker betonte, dass es lediglich seine professionellen Ansichten zur zukünftigen Entwicklung der Online-Poker-Regulierung präsentiert hat.
Italien bleibt ein wichtiger Poker-Markt
Selbst mit einem geschlossenen Spielerpool bleibt Italien einer der größten regulierten Online-Poker-Märkte Europas dank seiner Bevölkerung von fast 60 Millionen.
PokerStars Italien veranstaltet weiterhin Turnierserien mit garantierten Preisgeldern in Millionenhöhe, während der italienische Sunday Million regelmäßig mit einem €1 Million garantierten Preisgeld zurückkehrt.
Das italienische PokerStars-Netzwerk zieht immer noch mehr Verkehr an als das kombinierte südeuropäische Netzwerk mit geteilter Liquidität von Frankreich, Spanien und Portugal, was die Bedeutung des Landes innerhalb der europäischen Online-Poker-Landschaft unterstreicht.
Gemeinsame Liquidität wird auch in Kanada diskutiert
Italien ist nicht die einzige Jurisdiktion, die über gemeinsame Spielerpools diskutiert.
In Ontario betreibt GGPoker derzeit ein ring-fenced Netzwerk, das von seiner globalen Dot-Com-Plattform gemäß den provinziellen Vorschriften getrennt ist.
Später in diesem Jahr wird der Oberste Gerichtshof von Kanada voraussichtlich prüfen, ob Spieler aus Ontario legal neben Spielern aus anderen Ländern in einem gemeinsamen Netzwerk konkurrieren könnten.
In der Zwischenzeit hat Alberta seinen eigenen regulierten Online-Glücksspielmarkt gestartet, was die Möglichkeit aufwirft, dass kanadische Provinzen schließlich auch ein Modell für gemeinsame Liquidität übernehmen könnten.
Für GGPoker bleibt die Position seit Jahren konstant: Online-Poker funktioniert am besten, wenn Spieler aus mehreren regulierten Jurisdiktionen innerhalb desselben internationalen Spielerpools konkurrieren können.
Ob Italien letztendlich dem bestehenden südeuropäischen gemeinsamen Netzwerk beitritt—oder sogar einem breiteren internationalen Liquiditätssystem—bleibt ungewiss. Allerdings würde jeder Schritt in Richtung Öffnung des Marktes mit fast 60 Millionen potenziellen Spielern die europäische Online-Poker-Landschaft umgestalten und erhebliche Chancen für Betreiber in der gesamten Branche schaffen.















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